Der Termin im Detail

Lachen + Weinen

06.05.2014 (19:30 - 22:15)

Lachen und Weinen

06.05.2014 (19:30 - 22:15 h)

Was passiert, wenn gegensätzliche Stimmungen wie Lachen und Weinen miteinander korrespondieren? Welche Auswirkungen hat das auf unser Gefühl, unsere Psyche?
Trauer und Freude sind Weggefährten des täglichen Lebens. Wie kommen wir damit klar?

Das Gefühl der Zufriedenheit, der Liebe, der Freude, des Humors veranlasst zum Schmunzeln, Lächeln, Lachen. Wir tun es gerne, fühlen uns dabei und danach wohl und zufrieden. Lachen ist ja auch gesund. Nicht umsonst gibt es spezielle Lachtherapien, in denen sich Lachtherapeuten mit diesem Phänomen befassen und zur regelmäßigen Pflege des Lachens auffordern, es trainieren, weil diese Fähigkeit in unserer Gesellschaft zu verkümmern scheint. Und eigentlich bedarf es keiner Wissenschaft zu erkennen wie wohltuend, wie befreiend regelmäßiges Lachen ist.

Mit dem Weinen tun wir uns viel schwerer. Weil Weinen eine Gefühlsregung ausdrückt, die wir lieber – wenn überhaupt – im Verborgenen, im Stillen mit uns alleine ausmachen. Weinen ist eine Schwäche, die man nicht öffentlich macht.
Eine Schwäche?
Kann man überhaupt ein Gefühl - egal welcher Natur - als Schwäche bezeichnen?

Gefühle sind Teil unserer Psyche. Also steht Lachen mit Weinen, Schmerz mit Freude auf einer Stufe. Folglich ist es unangebracht in Stärke oder Schwäche zu denken. Im Laufe unseres Lebens haben wir viel Traurigkeit, Verzweiflung, Schmerz und Tränen unterdrückt. Wir wollen den Schmerz nicht spüren und so unterdrücken und überspielen wir ihn. Dadurch bleibt er aber in uns. Angesammelt, aufgestaut. Ein lebenslanges, ungelöstes Problem.
Die Angst, mit diesen Gefühlen wieder in Kontakt zu kommen, hält uns davon ab, sich mit ihnen zu beschäftigen, sie zuzulassen. Deshalb versuchen sich die meisten Menschen mit Beschäftigung und Ablenkung.

Wir müssen Schmerz und Traurigkeit nicht suchen, aber wenn sie da sind, annehmen und, so widersinnig es klingen mag, nach Möglichkeit lernen zu genießen. Weinen hilft, alle Schmerzen und Leiden zu verabschieden, sie auf immer zu entlassen. Auch die Traurigkeit ist unser Freund!

In diesem Sinn lade ich Sie ein zum Wechselbad der Gefühle und wünsche, dass Ihnen die Themenrevue, die lausige Zeiten, die Liebe aber auch den Tod behandelt, Ihnen einen nachhaltigen Eindruck hinterlässt. Genießen Sie die humorvollen, gefühlsbetonten Texte ebenso wie die der Stimmung dienenden Musik.

Die Künstler:

Kirsten Annika Lange, Schauspielerin
Markus Veith, Schauspieler
Desar Sulejmani, Piano
Cezar Dima, Tenor
Volker Philippi, Bass
Dong-In Choi, Bariton
Elimar Köster, Sprecher
Klaus Walter, Sprecher
Globus Vocalis (Ltg.: Ortwin Rave) und
Manfred Klee, Idee, Realisierung und Regie

Veranstalter: Deutsche Oper am Rhein

Ort: Foyer der Deutschen Oper am Rhein, Düsseldorf, Heinrich-Heine-Allee 16 a
Beginn: 19:30 h
Eintritt: 10,00 Euro pro Person
Vorverkauf: Opernshop der DOR, Heinrich-Heine-Allee 24

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